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Wir haben das Zeug dazu, richtig Spitze zu werden!

07.02.2018 • Premiere: MRT-Labor für Forscher im Maschinenbau der Uni Rostock
In einem kleinen Modulgebäude neben der Strömungshalle der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock wurde jetzt ein neues Strömungslabor (MRI flow lab) mit einem MRT eingeweiht.
"Durch sein besonders homogenes Magnetfeld ist dieses Gerät bestens für die ingenieurwissenschaftlichen Forschungsaufgaben geeignet", sagt Professor Sven Grundmann, Inhaber des Lehrstuhls für Strömungsmechanik. Die Maschinenbaufakultät ist die erste in Deutschland, die mit einem eigenen Magnetresonanztomograph ingenieurwissenschaftliche Probleme lösen wird. Experten von Siemens haben dieses spezielle Labor ganz und gar auf die Bedürfnisse der Rostocker Forscher zugeschnitten. Und die Uni Rostock hat so weitere technische Voraussetzungen für interdisziplinäre Forschung geschaffen.
"Entstanden ist ein in der Bundesrepublik einmaliges Gebäude für eine Maschinenbaufakultät. MRT-Gebäude sind in ihrer Hauptfunktion Gebäude für medizinische Großgeräte, die zur Untersuchung von Menschen dienen. Mit diesem Gebäude ist nunmehr auch an der MSF der Universität Rostock eine Forschung möglich, die einzigartig in Deutschland ist" so Uwe Sander vom Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) bei der feierlichen Schlüsselübergabe. Der BBL M-V setzte das 730.000 Euro umfassende Bauprojekt des Landes für die Universität Rostock in einer Bauzeit von drei Monaten um. Das Projekt wurde mit Mitteln der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) gefördert.
Bislang seien alle strömungsmechanischen Messungen weit entfernt in einer Klinik in Deutschland und zeitlich beschränkt erfolgt, blickt Prof. Grundmann zurück. "Das bedeutete, dass alle Aufbauten klein, mobil und nicht so aufwendig sein durften". Mit dem neuen Gebäude und einem eigenen MRT ermöglichten sich vielseitige Messmöglichkeiten, um quantitativ akkurate Daten produzieren zu können. "Jetzt haben wir den MRT vor der Tür, können beliebig komplizierte experimentelle Aufbauten, also mit größeren Pumpen und Volumenströmen sowie größere Querschnitte von Modellen mit heißem und kaltem Wasser testen", freut sich Prof. Grundmann über die neuen Möglichkeiten der Forschung zu strömungsmechanischen Problemen. Er sei offen für Kooperation mit anderen Fakultäten, die ihre Forschung so noch besser vorantreiben können.
Ein Beispiel dafür ist die Kooperation mit Professor Ralf Ludwig vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Uni Rostock. Im Forschungsbau des Departments Leben, Licht, Materie (LLM ) wird parallel zum MRT ein Kompetenzzentrum NMR errichtet. Alle Methoden basieren auf dem Prinzip der Kernspinresonanz (NMR). In der Spektroskopie, der Relaxometrie und der Bildgebung werden die Kernspins der Wasserstoffatome zum Tanzen gebracht. "Damit können wir Festkörpermaterialien für die Katalyse ebenso untersuchen wie die Dynamik von Flüssigkeiten", erklärt Prof. Ludwig aus der Physikalischen Chemie. Bereits seit einem Jahr treffen sich die LLM-Mitglieder Grundmann und Ludwig mit Kollegen und Mitarbeitern aus anderen Fakultäten im Forschungsbau, um gemeinsam die Entwicklung für NMR und MRT voranzutreiben. "Auch die NMR-Festkörperspektroskopie ist einzigartig in Mecklenburg-Vorpommern. In den nächsten Tagen laufen die Vorstellungsvorträge für eine Professur in der Physikalischen Chemie, die sich besonders mit dieser Methode beschäftigen und das Kompetenzzentrum voranbringen soll", freut sich Ludwig auf die Bewerber. "Wir haben das Zeug dazu, richtig Spitze zu werden!"
Das ist das Ziel, das Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck hartnäckig verfolgt. "Die Strömungsdynamik von Flüssigkeiten unterschiedlicher Viskosität ist für mich als Gefäß-und Transplantations-Chirurg ein besonders spannendes Wissensfeld", sagt der Rektor. Er freue sich über die begeisternde Forschung und das Engagement von Prof. Grundmann, der wissenschaftliche Kompetenz mit Interdisziplinarität und begeisterter Lehre verbinde.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. habil. Sven Grundmann
Institute of Fluid Mechanics
University of Rostock, Germany
Albert-Einstein-Str. 2
18051 Rostock

Fon +49 381 498 9310
Mail: sven.grundmann@uni-rostock.de

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