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Wieder freier Aufstieg zur guten Aussicht!

07.12.2015 • Jagdschloss Granitz
Nach der erfolgreichen Treppenrestaurierung ist der Mittelturm im Jagdschloss Granitz wieder für die Gäste geöffnet.
Vom 23. November bis zum 2. Dezember hatten Industriekletterer und Metallbauer die gusseiserne Wendeltreppe ganz für sich - nun aber sind Seile, Schraubenzieher und Gerüste wieder verpackt.

Besondere Herausforderungen

Alljährlich wird die Treppe durch einen Bauingenieur millimetergenau untersucht. Stufen mit kleinsten Schäden werden dabei für die Restaurierung bestimmt.

Während der diesjährigen Arbeiten wurden insgesamt fünf beschädigte Stufen ausgebaut. Drei davon stammen aus dem ersten Lauf der Treppe, der durch seine doppelt geschwungene Form eine große Herausforderung für die Arbeiter darstellte. Im Unterschied zu den folgenden Treppenläufen musste er von unten mit einem besonderen Ständerwerk abgestützt werden. Zusätzlich war es notwendig, den selbsttragenden Lauf mit mehreren Gurten an Wandhaken zu sichern. Ohne diese Maßnahme hätte er sich während der Arbeiten von der Wand weggeneigt, denn er ist dort nicht befestigt. Im Vergleich dazu war der Stufenausbau in den beiden folgenden Treppenläufen geradezu einfach. Nach gut fünf Tagen waren alle schadhaften Stufen ausgebaut und können nun geschweißt werden.

Am Wochenende wurden die Arbeiten ausgesetzt und die Aussichtsplattform war für die Gäste des Schlosses wieder zugänglich, bis es am Montag weiterging: Zwei frisch restaurierte Stufen wurden im letzten Treppenlauf ganz oben im Turm wieder eingesetzt.

Aus Sicherheitsgründen waren Treppe und Aussichtsplattform während der Arbeiten nicht zugänglich, doch die Gäste zeigten großes Verständnis für die Einschränkungen.

Hintergrund

Bei Besucherzahlen von bis zu 130.000 Gästen im Jahr ist die 170 Jahre alte gusseiserne Wendeltreppe im Jagdschloss Granitz großen Belastungen ausgesetzt. Nur durch die genaue Überwachung ihres Zustands und regelmäßige Restaurierungen kann die Zugänglichkeit von Wendeltreppe und Aussichtsplattform garantiert werden. Verantwortlich für den sicheren Betrieb und die Bewirtschaftung des Jagdschloss Granitz ist der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL M-V). Für den Aus- und Einbau sowie die Restaurierung der Stufen wurden rund 15.000 € investiert. So sorgt das Land M-V für den Erhalt des einzigartigen Baudenkmals.

Also: Machen Sie einen Besuch auf der Granitz, entdecken Sie den ehemaligen Jagdsitz der Putbuser Fürsten und belohnen Sie sich mit einem spektakulären Blick aus der Vogelperspektive. Der Weg nach oben zur guten Aussicht ist ja nun wieder frei und an klaren Wintertagen besonders schön...

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