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Tag des offenen Denkmals: Macht und Pracht in Schlössern und Gärten entdecken

23.08.2017 • Aktuell
Der Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto ,,Macht und Pracht". In historischen Gemäuern und ausgedehnten Parkanlagen verbergen sich spannende Geschichten über Machtspiele und Prachtentfaltung. Die Staatlichen Schlösser und Gärten MV geben an diesem Tag Einblicke in herzogliches Selbstverständnis, höfisches Zeremoniell und luxuriöse Raumkunst. Neben vielen Informationen bleibt auch Zeit für sinnliche Genüsse und unterhaltsame Rahmenprogramme.

Jagdschloss Granitz, 9.September 2017, 11 bis 15 Uhr

Luxusbau, romantische Burg in der Waldeinsamkeit, zwischenzeitliche Fürstenresidenz - das Jagdschloss Granitz hat als Jagdsitz der Putbuser Fürsten einiges an Macht und Pracht erlebt. Genau dafür wurde es gebaut. Zum Denkmaltag steht die repräsentative Funktion des Baus mit seinem berühmten Turm ganz im Zentrum. In drei Führungen werden die verschiedenen Ausdrucksweisen erkundet, mit denen der Bauherr Wilhelm Malte zu Putbus in der Granitz seinen Machtanspruch formulierte. Wichtiger Hinweis: Am Sonntag, dem eigentlichen Tag des offenen Denkmals am 10. September, findet auf Rügen der Ironman-Triathlon statt. Durch die Sperrungen für Rad- und Laufstrecken ist das Jagdschloss Granitz am Wettkampftag nur eingeschränkt zu erreichen. Daher finden die Angebote zum Denkmaltag bereits am Samstag statt.

Schloss Wiligrad, 10. September 2017, 11 bis 17 Uhr

Zeugnisse von Macht und Pracht mitten im Wald - das bietet die Schlossanlage Wiligrad. Schon aus der Ferne grüßt der vergoldete Greif von der Kuppel des Schlossturms. Majestätisch thront der Braunschweiger Löwe auf hohem Sockel und bewacht den Haupteingang. Prachtvoll gliedern Terrakottareliefs die Fassade und verweisen auf Vorbilder wie die Schlösser Basedow, Gadebusch und Schwerin oder den Fürstenhof in Wismar. Umgeben wird die Schlossanlage von einer malerischen Parklandschaft mit teils exotischem Baumbestand. Gezielte Sichtachsen über den See lenken den Blick auf die ferne Silhouette der Residenzstadt Schwerin. Lage, Gestaltung und schließlich auch der Name Wiligrad - dies alles hat der Bauherr Herzog Johann Albrecht ganz bewusst gewählt, um seine Vorstellungen von Macht und Pacht zu inszenieren. All diese prachtvollen Symbole sind beim Tag des offenen Denkmals zu entdecken. Dabei werden die Gebäude und der Park näher erkundet und auf die Instandsetzung, Pflege und Erhaltung der Denkmale eingegangen. Spaziergänge zur Elisabethquelle, fantasievolle Klanginstrumente und ein buntes Rahmenprogramm machen diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis.

Schloss Bothmer, 10. September 2017, 10 bis 18 Uhr

Machtspiele waren dem Erbauer des Hauses, Hans Caspar von Bothmer, bestens bekannt, war er doch im frühen 18. Jahrhundert als Diplomat an den wichtigsten Höfen Europas tätig. In der Ausstellung und bei Führungen durch das Schloss erfahren Gäste mehr über sein spannendes Leben. Am Nachmittag wird der John Dowland Chor aus Hamburg im Festsaal Stücke von Claudio Monteverdi, Felix Mendelssohn Bartholdy und Benjamin Britten singen. Außerdem öffnen sich an diesem Tag auch die Türen der Seitenflügel, so dass Gäste einen Blick in die einstigen Stallungen und Kavaliersgebäude werfen können.

Fürstenhof Wismar, 10. September 2017, 11 und 13 Uhr

Einst innerstädtische Residenz des mecklenburgischen Fürstenhauses heute Sitz des Amtsgericht - der Fürstenhof in Wismar zählt zu den prachtvollsten Bauten der Hansestadt. Seine Bau- und Nutzungsgeschichte spiegelt gleichermaßen mecklenburgische und europäische Geschichte wider. Bereits 1653 begann die Geschichte der Rechtsprechung im Fürstenhof mit der Einrichtung des Tribunals, des höchsten schwedischen Gerichts für die Besitzungen in Norddeutschland. Im Auftrag des Landes erfolgten 1997-2003 umfangreiche Sanierungsarbeiten und die Umnutzung zum Amtsgericht. In zwei Führungen werden die aktuellen Restaurierungsarbeiten an den Sandsteinportalen, dem Kalksteinfries und dem Terrakottaportal vorgestellt.

Schlossgarten Neustrelitz, 10. September 2017, 11 bis 17 Uhr

Bauwerke, Denkmäler und Alleen entfalten in der ehemaligen Residenzstadt Neustrelitz bis heute eine Aura von Macht und Pracht vergangener Zeiten. Beim Tag des offenen Denkmals werden die Geschichte, die heutige Nutzung und die Erhaltung der historischen Zeugnisse näher beleuchtet. In der Orangerie erfahren Besucher, wie edle Göttinnen und schöne Knaben einst nach Mecklenburg-Strelitz kamen. Restauratoren erzählen Anekdoten aus der Restaurierungsgeschichte, wobei so manche Kuriosität ans Tageslicht kommt. Auf dem Schlossberg wird die künftige Gestaltung des Platzes sowie die Sanierung des Kavalierhauses vorgestellt. Bei Führungen durch den Schlossgarten geht es um Fragen der Bewirtschaftung und Erhaltung des Gartendenkmals. Neben vielen Informationen bleibt auch Raum für sinnliche Genüsse: Im Orangeriegarten laden Liegestühle und historische Holzspiele zum Verweilen ein. Bei Blütenduft, Musik und kleine Speisen können sich die Gäste stärken, bevor sie weitere Programmangebote im Theater und im Kulturquartier erkunden.

Schloss Mirow, 10. September 2017, 11 und 14 Uhr

Bei Sonderführungen zum Tag des offenen Denkmals stehen die prächtigen Schnitzereien und exquisiten Tapeten des Schlosses Mirow im Mittelpunkt. Dabei werden künstlerische Kniffe und Tricks verraten und Blicke in sonst verschlossene historische Schränke und Kammern gewährt.

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