Zum Content springen
Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern © 2020 SBL Schwerin

Sturm knickte alten Ginkgo

01.07.2016 | Schlossgarten Güstrow
Viele Jahre war er eine imposante Schönheit und prägte den landschaftlichen Teil des Schlossgartens Güstrow - der vermutlich älteste Ginkgo in Mecklenburg. Ein Sturm brachte den vitalen Baum am 25. Juni 2016 zu Fall. Ein herber Verlust für das Gartendenkmal.
Der heftige Sturm, der am vergangenen Samstag über die Barlachstadt Güstrow hinwegfegte, besiegelte das plötzliche Ende für den stattlichen Ginkgo im Schlossgarten. Der Baum war extrem starken Böen ausgesetzt, begleitet von massiven Niederschlägen. Offensichtlich waren die verwirbelnden Kräfte so stark, dass es zu enormen Verdrehungen kam, was den Stamm zum Zerbersten brachte.
Wie viele Güstrower so bedauert auch Projektleiter Friedrich-Wilhelm Garve vom landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL M-V), der im Dezernat Schlösser- und Gärtenmanagement für den Güstrower Schlossgarten verantwortlich ist, den herben Verlust: "Der Baum war chancenlos." bringt er es auf den Punkt. Der Ginkgo war vital und stand auf Grund seiner Besonderheit unter der Obhut von Gartendenkmalpflegern und Naturschützern. Regelmäßig wurde er begutachtet, Pilze oder Schäden konnten nie festgestellt werden. Bei Veranstaltungen im Garten genoss dieser Baum den höchsten Schutz, der Kronentraufbereich war tabu.
Derzeit wird das Alter des Ginkgo bestimmt, was bei der Struktur des Holzes jedoch nicht ganz einfach wird. Die aktuellen Schätzungen schwanken zwischen 100 und 200 Jahren.
Der Standort ist inzwischen weitgehend beräumt. Der Platz wird im Herbst neu bepflanzt - und natürlich wird es wieder ein Ginkgo sein.