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Staatliches Bau- und Liegenschaftsamt Rostock kürt das Siegerprojekt "Kunst am Bau"

02.11.2021 • Neubau Dienstgebäude der Polizei in Sanitz
Zur Auswahl der "Kunst am Bau" für das Polizeirevier mit Außenstelle Kriminalkommissariat in Sanitz führte das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Rostock (SBL) vom 25. Juni 2021 bis zum 28. Oktober 2021 einen nicht offenen, anonymen Kunst-am-Bau-Wettbewerb unter Federführung seines Dezernates Projektmanagement Landesbau (PM4) durch.
Am 28. Oktober 2021 wurde nunmehr erfolgreich der Siegerentwurf durch das Preisgericht gekürt. Die erstplatzierte Arbeit mit dem Titel "Fingerabdruck" stammt von Matthias Braun aus Würzburg.

Das Verfahren

Mit einem vorgeschalteten offenen Ideenwettbewerb hatte das SBL Kunstschaffende eingeladen, Vorschläge für die Umsetzung einer "Kunst am Bau" einzureichen. Der vom SBL für die Kunst bestimmte Bereich war vorgegeben auf der westlichen und südlichen Fassade des Neubaus, auf ausgewählten Flächen das Daches sowie auf der Rasenfläche vor dem Gebäude entlang der Bundesstraße. Die Art der Kunst sowie die Materialität war den Kunstschaffenden überlassen.
Insgesamt wurden 14 Bewerbungen eingereicht, von denen der Sachverständigenausschuss in einer ersten Runde nach ausgiebigen Besprechungen fünf Bewerbungen auswählte. Für die zweite Stufe des Verfahrens reichten die Kunstschaffenden detailliert ausgearbeitete Beiträge ein, sodass die sieben Mitglieder des Preisgerichts am 28. Oktober 2021 den Sieger auswählen konnten.

Das Preisgericht

Das Preisgericht setzte sich zusammen aus dem Vorsitzenden Udo Rathke (bildender Künstler), Bernd Engler (bildender Künstler), Thomas Häntzschel (bildender Künstler), Christin Wilcken (bildende Künstlerin), Ulrike Pannier (Finanzministerium M-V), Jürgen Beckmann (Polizei) und Jens Rott (Dezernent SM1 im SBL Rostock). Reinhard Thürmer (bildender Künstler) nahm ohne Stimmrecht an der Sitzung teil.
Die eingereichten Arbeiten wurden vom Preisgericht unter anderem nach der künstlerischen Qualität in Hinblick auf die Entwurfsidee, den Bezug zur Nutzung, die Machbarkeit und Nachhaltigkeit sowie die Gesamtwirkung für die Nutzung beurteilt.  Es wurde sich intensiv mit den eingereichten Kunstprojekten auseinandergesetzt. Der Beitrag von Matthias Braun aus Würzburg mit dem Titel "Fingerabdruck" wurde als Sieger gekürt und abschließend dem SBL Rostock als verantwortlichen Bauherren zur Ausführung empfohlen.

Der Entwurf

Der Entwurf sieht vor, einen überdimensionalen, vier mal drei Meter großen Fingerabdruck des Künstlers als Fassadenfolie formgeschnitten, an der West- und Südfassade des neuen Polizeidienstgebäudes über Eck zu platzieren.
"Jeder Mensch besitzt einen einzigartigen Fingerabdruck" fasst der Künstler den Leitgedanken seiner Arbeit zusammen. Durch die spezielle Anordnung der sogenannten Papillarlinien an den Fingern und der Innenfläche der Hände kann eine Person eindeutig identifiziert werden. Deswegen gehört die Analyse des Fingerabdrucks seit etwa 100 Jahren standardmäßig zu den Methoden der Ermittlung und Aufklärung von Verbrechen. Die Arbeit zeigt der Öffentlichkeit somit einen wichtigen Aspekt der Polizeiarbeit, die im Inneren des Gebäudes geschieht, eindrucksvoll und zugleich dezent. Weiterhin hat der Künstler mit diesem Projekt seine Spuren im kriminologischen Sinn hinterlassen.

Die Ausstellung

Das Siegerprojekt sowie die weiteren eingereichten Projekte werden im Rahmen einer Ausstellung ab dem 22. November 2021 bis zum 31. Januar 2022 zu den üblichen Bürozeiten im Dienstgebäude des SBL Rostock (Lichthof Haus 3) gezeigt.

Polizeirevier mit Außenstelle Kriminalkommissariat in Sanitz / Ausstellung im Dienstgebäude des SBL Rostock

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