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Sieger des Wettbewerbes Kunst am Bau steht fest

21.12.2021 • Neubau Justizzentrum Greifswald
Im nicht offenen Wettbewerb Kunst am Bau fand am 15. Dezember 2021 in Neubrandenburg die Preisgerichtssitzung statt. Gesucht wurde eine Kunst für den Neubau des Justizzentrums Greifswald. Auslober des Wettbewerbes war das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Neubrandenburg (SBL) das auch für das Bauprojekt verantwortlich ist.

Das Verfahren

Professionelle Kunstschaffende aus Deutschland konnten sich in einem zweistufigen Verfahren in einem nicht offenen, anonymen Kunst-am-Bau-Wettbewerb mit einem vorgeschalteten offenen Verfahren bewerben. Zehn der 39 beteiligten Kunstschaffenden kamen in die engere Auswahl.  Gegenstand des Wettbewerbs war die Erarbeitung eines künstlerischen Konzepts für das Treppenhaus links neben dem Eingangsbereich und dem Foyer.

Der Kunststandort

Hier werden bauseits Flächen der Wände im Treppenhaus mit akustisch wirksamen Schallabsorbern mit einem nicht brennbaren Glasfasergewebe (270 g/m²) mit umlaufend angenähtem Flachkeder bekleidet. Diese Schallabsorber, mit einer Gesamtfläche von ca. 100 m² und insgesamt neun Bildflächen von ca. 10 m² bis 17 m², werden mit thermisch (mittels Thermosublimationsdruck) aufgebrachten biologischen Farben bedruckt. Für diese Drucke sollte eine künstlerische Gestaltung erarbeitet werden.

Das Preisgericht

Das Preisgericht setzte sich aus drei Fachpreisrichtern mit drei Stimmen und drei Sachpreisrichtern mit jedoch nur zwei Stimmen zusammen und wählte mehrheitlich die Arbeit von Susanne Gabler aus Wismar mit dem Titel "System" als Sieger aus. Der zweite Platz ging an Christin Wilcken aus Rostock mit der Arbeit „Lindenbaum“ und den dritten Platz erhielt Jana Müller aus Berlin für die Arbeit "acta - Aufzeichnungen".

Der Entwurf

Die Siegerarbeit "System" wird zur Ausführung empfohlen und weist eine überzeugende Farbigkeit, ein breite Strukturvielfalt, freundliche Ausstrahlung sowie eine abstrakte, assoziative Bildsprache aus.  Es ist ein Wechselspiel verspielter dreidimensionaler Punkt- und Strichanhäufungen und strenger Geometrie. Verdichtungen und leichte, sich scheinbar auflösende räumliche Elemente stehen in einem breiten Wechselspiel zueinander. Der Betrachter wird angeregt immer wieder neue Konstellationen zu entdecken. Das Spiel "Rechter Winkel"-Formationen überzeugt im inhaltlichen Kontext zum Thema "Recht". In der Gesamtheit eine sehr überzeugende künstlerische Lösung für die vorgegebene räumliche Positionierung auf den Sichtbetonwänden des Treppenhauses.
Alle zehn Beiträge zum Wettbewerb werden bis zum 7. Januar 2022 im Dienstgebäude des SBL Neubrandenburg ausgestellt.

Lageplan Neubau Justizzentrum Greifswald

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