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Schlossinsel Schwerin - Bauwerk Kaimauer wird erkundet

27.10.2021 • Pressemitteilung 09/2021 des SBL Schwerin
Das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Schwerin (SBL) beginnt mit den Vorbereitungen zur Sanierung der Kaimauer auf der Schlossinsel Schwerin. Lennéstraße und Burggarten werden dafür teilweise gesperrt.
Beginn der Kampfmittelsondierung und -räumung vor der Kaimauer am Schloss Schwerin  die bereits im März 2021 beendet worden ist. © 2021 SBL Schwerin Bild größer
Schlossinsel Schwerin - Bauwerk Kaimauer wird erkundet Beginn der Kampfmittelsondierung und -räumung vor der Kaimauer am Schloss Schwerin, die bereits im März 2021 beendet worden ist. © 2021 SBL Schwerin

Kaimauer auf Holzpfählen gegründet

Im Zuge des Schlossumbaus von 1843 bis 1857 wurde die Schlossinsel zur Stadtseite mit einer Mauer befestigt. Diese besteht aus Ziegelmauerwerk, dessen oberen Abschluss eine Balustrade ziert. Wie beim Schlossbau gehen die Fachingenieure von einer Gründung auf Holzpfählen aus.

Baugrund muss untersucht werden

Da die Kaimauer deutliche Schäden an der Oberfläche aufweist, ist in den nächsten Jahren eine Sanierung der Mauerabschnitte vorgesehen. Die Untersuchungen des Baugrundes sowie die Räumung der Kampfmittel an der Kaimauer selbst wurden bereits im März 2021 abgeschlossen. Für die weiteren Untersuchungen plant das SBL Schwerin im Bereich nördlich der Schlossbrücke und westlich der Drehbrücke zwei rückseitige Baugruben an der Kaimauer herzustellen. Aus den Baugruben heraus sollen dann Größe und Zustand der Kaimauer sowie Art und Zustand der vorhandenen Gründung festgestellt werden.

Archäologen begleiten die Arbeiten

Die Herstellung der Baugruben beginnt mit dem Einpressen der Spundwände für die Sicherung der Baugruben. Dabei werden im Gegensatz zum Rammen keine für Bauwerke schädliche Vibrationen in das Erdreich eingebracht – ganz wichtig, da die Arbeiten direkt vor dem Schloss stattfinden. Da beim anschließenden Aushub des Bodens auch tieferliegende Schichten erreicht werden, ist neben dem Einsatz von Tauchern auch eine Begleitung durch Archäologen vorgesehen. Durch die Lage der beiden Baugruben im ehemaligen Uferbereich der Schlossinsel wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Funden aus der slawischen oder der frühdeutschen Besiedlung kommen.

Zeitweise Sperrung im Bereich der Baugruben vorgesehen

Eine Sperrung der Lennéstraße und des Burggartens ist nur im Bereich der Baugruben erforderlich. Die Arbeiten zur Erkundung des Bauwerks beginnen am 27. Oktober 2021 und sollen voraussichtlich bis zum 31. März 2022 abgeschlossen werden. Der genaue Termin hängt vom Umfang der archäologischen Funde sowie der Dauer der Grabungen ab.

Schlossinsel Schwerin, Erkundung der Kaimauern

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