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Rückbau und Neugestaltung des ehemaligen Parkplatzes an der Graf-Schack-Allee in Schwerin

10.06.2021 • Kunst am Bau
Der ehemalige Parkplatz hinter der Staatskanzlei an der Graf-Schack-Allee in Schwerin wird zurückgebaut und neu gestaltet.
Auf Einladung des Leiters des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes (SBL) Schwerin, Herrn Robert Klaus, kamen am 7. April 2021 Mitglieder der ehemaligen Jury des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs von 2017 für das Areal des ehemaligen Parkplatzes an der Staatskanzlei zu einer Besichtigung zusammen.
Neben Herrn Dr. Badenschier, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin, waren u. a. Frau Dr. Müller für die Staatskanzlei M-V, Herr Holger Stark als Vertreter des Künstlerbundes und der verantwortliche Landschaftsarchitekt Matthias Proske anwesend, um den Erläuterungen der Künstlerin Frau Julia Hansen und ihres Teams (Herr Puls/Herr Rohatzsch) zu folgen.
Die Kunstschau fand auf dem Werksgelände der Firma Matthäi in Leezen statt, wo das Kunstwerk hergestellt wurde und bis zu seiner Aufstellung am Bestimmungsort eingelagert ist. Es wurde für die Werkbesichtigung eigens provisorisch aus den zwei Fertigungsteilen zusammengesetzt, um den beabsichtigten künstlerischen Eindruck in Gänze zu vermitteln.
Die etwa 3,50 m hohe Konstruktion aus sogenanntem Weißbeton wurde in einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung vor mehr als einem Jahr von dem ursprünglichen Wettbewerbsmodell über ein Werksmodell zu der nunmehr fast fertiggestellten Plastik "Reigen" durch die Künstlerin Julia Hansen geschaffen. Neben Frau Hansen waren an diesem Prozess das SBL Schwerin sowie ein Ingenieurbüro und ein Betonsachverständiger beteiligt.
Die Anwesenden waren sich dahingehend einig, dass die starke plastische Wirkung für den neu zu gestaltenden städtischen Raum an der Staatskanzlei ein Gewinn sein wird. Die Plastik in ihrer Grazilität wird auf dem podestartig erhöhten Standort im Spiel von Licht und Schatten eine besondere Ausstrahlung vor der weißen Fassade des Kollegiengebäudes entwickeln. Die heterogene Struktur der Oberfläche von ganz glatt bis hin zu einer gewissen Ruppigkeit zeigt die Möglichkeiten wie auch die Grenzbereiche des Materials Beton im Einsatz für die Kunst. Diese Widerspiegelung des Prozesshaften in den Oberflächen macht eine besondere Wertigkeit des Kunstwerkes aus.
Mit Spannung und großer Vorfreude schauen die Jurymitglieder nun auf die Neugestaltung der Platzfläche und darauf, wie die Plastik ihren dann Heimatstandort an der Staatskanzlei einnehmen wird.

Standort Platz an der Staatskanzlei

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