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Ansichten nach aktuellem Planstand - diese werden im Zuge der AFU-Planung an die tatsächliche Standortsituation angepasst © 2026 SBL Schwerin

Polizeineubau auf Rügen

14.09.2026 | Planung

Polizeineubau auf Rügen

14.09.2026 | Planung

Neubau Polizeirevier (PR) und Kriminalkommissariat-Außenstelle (KK-Ast) Sassnitz

14.09.2026 • Sonderbauprogramm "Sieben auf einen Streich"
Am neuen Standort im Süden von Sassnitz entsteht ein modernes Dienstgebäude für die Polizei. Die Planung erfolgte unter Federführung des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes (SBL) Schwerin auf Grundlage einer vorliegenden Musterplanung. Für die Umsetzung des Bauprojektes ist das SBL Greifswald verantwortlich. Der Bund und die Europäische Union investieren hier gemeinsam etwa 10,4 Millionen Euro aus dem "Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität" (SVIK) sowie aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE).

Informationen zur Liegenschaft

Für die Errichtung des neuen Polizeidienstgebäudes steht in Sassnitz ein Grundstück mit einer Größe von ca. 8.300 m² zur Verfügung, welches durch das Land Mecklenburg-Vorpommern von der Stadt Sassnitz und dem Landkreis Vorpommern-Rügen erworben wird. Das Grundstück liegt im Bereich des Bebauungsplan Nr. 33.1 "Straße der Jugend", der derzeit eine erste Änderung zu Gunsten der Zweckbestimmung des Polizeigebäudes erfährt. Die Liegenschaft befindet sich südlich des Stadtkerns von Sassnitz, oberhalb des Westhafens. Angrenzend wird ein allgemeines Wohngebiet angesiedelt. Noch vorhandene alte Bestandsgebäude der Gemeinde und des Landkreises, z. B. ein Gebäude des ehemaligen Jugendbeirats und eine Kita, werden im Zuge der Baufeldfreimachung im Herbst 2026 vor Beginn der Erschließung abgebrochen.

Städtebauliche Einordnung und Erschließung

Eine wesentliche Entwurfsabsicht war bzw. ist die gute Auffindbarkeit des Gebäudes und dessen Prägnanz. In Sassnitz wird der Baukörper, entgegen der Musterplanung, gespiegelt auf dem Grundstück angeordnet und so den konkreten Bedingungen am Standort angepasst. Der ca. 70 m lange dreigeschossige Gebäuderiegel mit eingeschossiger Erweiterung für den Gewahrsamsbereich, liegt mit der Stirnseite relativ zentral an der nordöstlichen Grundstücksgrenze an. Der Hof mit Stellplätzen, Carports und Garagen für Dienstfahrzeuge liegt innerhalb des gesicherten Bereichs im südöstlichen Teil des Grundstücks. Von hier wird über einen Nebeneingang mit Zugangskontrolle und Zeiterfassung der Sicherheits- und Gewahrsamsbereich erschlossen. Der Zugang für Besucher erfolgt barrierefrei über eine integrierte Rampe.

Planungskonzept - Entwurf - Funktionalität

Als Grundlage für die Planung des dreigeschossigen Verwaltungsbaus diente die Eigenplanung der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung (SBL-MV) für das Polizeigebäude in Heringsdorf, das "Modell Heringsdorf". Dieses Modell wurde bereits für das 2021 fertiggestellte Polizeirevier in Sanitz verwendet, mit Erfahrungswerten der Nutzer ergänzt und weiterentwickelt. Dies findet nun am Sassnitzer Standort seine Fortsetzung.
Der aktuelle Entwurf stellt eine weiterentwickelte Musterplanung auf Grundlage des Polizeireviers Heringsdorf dar. Es wurde an die aktuellen Polizeistandards sowie an die konkreten örtlichen Gegebenheiten und funktionellen Anforderungen am Standort Sassnitz angepasst. Das unterzubringende Raumprogramm gliedert sich in die Hauptbereiche Polizeirevier und Kriminalkommissariat-Außenstelle.

Das Polizeirevier umfasst folgende vier Bereiche:

  • Verwaltungsbereich,
  • Sicherheitsbereich mit Wache,
  • Gewahrsamsbereich sowie
  • Sozialbereich.
Der Sicherheitsbereich mit Wache bleibt nur dem Vollzugsdienst vorbehalten. Der Gewahrsamsbereich ist direkt dem Sicherheitsbereich angegliedert.
Die Kriminalkommissariat-Außenstelle wird von Arbeitsplätzen in Büros für ein und zwei Personen dominiert. Diese sind dem geführten Besucher zugänglich und müssen barrierefrei erreichbar sein.
Die Sonderarbeitsräume zur Ermittlung und Spurenaufbereitung sind entsprechend ihres funktionellen Zusammenhangs in einer gemeinsamen Nutzungseinheit untergebracht.

Architektur - Gestaltung

Das dreigeschossige und nicht unterkellerte Verwaltungsgebäude in massiver Bauweise präsentiert sich durch seine prägnante Gestalt und sparsame Formensprache. Als klassische zweibündige Anlage ausgebildet, erfährt der Bau seine räumliche Figur aus der Drehung des zweigeschossigen Baukörpers, der die Wache und den darüber liegenden Schulungsraum beinhaltet. Dadurch wird der Eingang betont und im Gebäudeinneren eine Aufweitung der am meisten frequentierten Erschließungszone erzielt.

Wirtschaftlichkeit - Flexibilität

Das standardisierte Gebäudekonzept, welches bei fünf der sieben Neubauten zum Einsatz kommt, ermöglicht sowohl eine wirtschaftliche Umsetzung als auch die notwendige Flexibilität, um auf zukünftige geänderte Bedarfe reagieren zu können.  Um einen reibungslosen Dienstablauf zu gewährleisten, der sich auch in den kommenden Jahren an mögliche Veränderungen anpassen kann, ist der Entwurf des Gebäudes modular gehalten. Somit gibt es zwar Bereiche, wie etwa Gewahrsam oder Haustechnikräume, die eine fixierte Funktion und Lage im Gebäude darstellen, jedoch sind insbesondere die Büroflächen in ihrer konstruktiven Ausprägung sehr variabel in Art und Weise der Nutzung.

Außenanlagen

Die Planung der Freiflächen ist an die Bedarfe der Polizei angepasst und zugleich von den örtlichen Gegebenheiten geprägt. Große Teile des Geländes werden als Sicherheitsbereich angelegt, welcher nicht öffentlich zugänglich ist. Dort befinden sich u. a. Parkplätze für Dienst-Kfz, Lager, Garagen sowie die Notstromversorgung.

Nachhaltigkeit / Energieeffizientes Bauen

Besonderes Augenmerk wird beim Neubau auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Die energetische Qualität des Gebäudes liegt unter dem Effizienzgebäude 40 (EG 40)-Standard für Neubauten entsprechend den Energieeffizienzfestlegungen für klimaneutrale Landesgebäude (EEF MV). Der berechnete Jahresprimärenergiebedarf unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) deutlich um mehr als 15 Prozent. Die Wärmeversorgung des Gebäudes wird über eine hocheffiziente Wärmepumpe erfolgen. Im gesamten Dienstgebäude kommt eine LED-Beleuchtung zum Einsatz. Für eine nachhaltige Stromerzeugung wird zudem auf der Dachfläche des Neubaus eine Photovoltaikanlage errichtet.

Stand der Maßnahme - geplanter Bauablauf - Sonstiges

Die ersten Vorbereitungen zur Errichtung des Neubaus sind abgeschlossen. Die Maßnahmen zur Freimachung des Baufeldes inklusive des Abrisses der Gebäude der Gemeinde und des Landkreises erfolgen unter Federführung des Sanierungsträgers der Stadt Sassnitz. Der Abbruch der Gebäude soll bis Mitte Oktober bzw. Mitte November 2026 erfolgen. Parallel laufen die weiteren Planungen für die Genehmigungsstatik sowie die Ausführungsplanung.
Ab Januar 2027 soll die Ersterschließung der Baustelle starten. Hierfür sind Bodenbewegungen innerhalb des Baufeldes zur Herstellung eines weitgehend ebenen Geländes erforderlich. Zudem wird die Herstellung der unterirdischen Infrastruktur erfolgen, wie Freigefällekanäle, Trinkwasserleitungen, Kabel und Leerrohre, sowie die Vorbereitung der künftigen Fahrbahnen mit Herstellung des normgerechten Schichtenaufbaus. Diese werden dann zunächst als Baustraßen dienen. Für den Neubau des Gebäudes ist die frostfreie Gründung vorzubereiten.
Mit der geplanten Fertigstellung im September 2029 werden im Neubau moderne Arbeitsbedingungen geschaffen und damit zu einer leistungs- und zukunftsfähigen Infrastruktur für die Polizeiarbeit in Mecklenburg-Vorpommern beitragen.

Die wichtigsten Eckdaten bisher - Neubau PR und KK-Ast Sassnitz

Sonderbauprogramm „Sieben auf einen Streich“
16.09.2026 Symbolischer Spatenstich
01.2027 geplanter Baubeginn Ersterschließung
04.2027 geplanter Baubeginn Rohbau
09.2029
Stand: September 2026

Planungsdaten - Neubau PR und KK-Ast Sassnitz

Sonderbauprogramm „Sieben auf einen Streich“
Bauherr Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Greifswald
anerkannte Gesamtkosten ca. 10,4 Mio. Euro
 davon Baukosten ca. 8,5 Mio. Euro
 davon Honorarkosten ca. 1,9 Mio. Euro
Nutzungsfläche NUF 1-7 1.638 m²
Brutto-Grundfläche BGF 2.006 m²
Brutto-Rauminhalt BRI 7.325 m³
Architektur und Objektüberwachung MHB Architekten + Ingenieure GmbH, Rostock
Tragwerksplanung ahw Ingenieure, Münster / Hamburg
Planung TGA ibm haustechnik manjah GmbH, Neubrandenburg
Planung Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen Wastra-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, Bergen (Rügen)
Baugrunduntersuchung Ingenieurbüro Weiße, Bergen (Rügen)
Brandschutz HTG-Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH, Schwerin
Wärmeschutz-Nachweis / GEG Ingenieurgesellschaft Dr. Apitz mbH, Schwerin
Schallemission LS Lärmschutz Seeburg, Rostock
Schallschutz / Raumakustik MW Engineering Solutions GbR, Gützkow
Technisches Monitoring Drees & Sommer SE, Stuttgart
Stand der Auftragsvergabe ca. 65% der freiberuflichen Leistungen (Planungsleistungen) sind beauftragt
Anteil Planungsbüros aus M-V
Stand: September 2026

Förderung von Bund und EU - Informationen zu SVIK und EFRE

Die Baumaßnahme wird mit Mitteln des Sondervermögens "Infrastruktur und Klimaneutralität" (SVIK) des Bundes und mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Im Rahmen des SVIK stellt der Bund ca. 1,9 Milliarden Euro für Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Mit dem Sonderbauprogramm des Landes "Sieben auf einen Streich" werden davon für die Bedarfe der Landespolizei ca. 95 Millionen Euro bereitgestellt. Insgesamt sollen sieben neue Polizeigebäude entstehen. Alle Neubauten werden modern, funktional und energieeffizient ausgeführt.

Fünf auf einen Streich

Fünf der sieben Neubauten entstehen auf Basis einer Musterplanung, die sich am bewährten "Modell Heringsdorf" orientiert. Die Standorte der fünf Neubauten nach Musterplanung sind Gadebusch, Ueckermünde, Friedland, Bad Doberan und Sassnitz. Für diese "Fünf auf einen Streich" erfolgt die Finanzierung, neben dem Sondervermögen des Bundes, auch aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Zwei weitere, individuell geplante Polizeidienstgebäude sind in Güstrow und Waren (Müritz) vorgesehen.
Dieses Bauprojekt wird finanziert aus Mitteln des Sondervermögens  Infrastruktur und Klimaneutralität  des Bundes. © 2026 Bundesrepublik Deutschland Bild größer
Hier investiert Deutschland Dieses Bauprojekt wird finanziert aus Mitteln des Sondervermögens "Infrastruktur und Klimaneutralität" des Bundes. © 2026 Bundesrepublik Deutschland

Lageplan neues Polizeirevier in Sassnitz

18546 Sassnitz, Straße der Jugend
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Investition in Wachstum und Beschäftigung
Förderprojekt:
Förderung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden
Die Baumaßnahme wird mit Mitteln des Sondervermögens "Infrastruktur und Klimaneutralität" (SVIK) des Bundes und mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Dieses Projekt ist kofinanziert aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern und wird mit Beteiligung des Finanzministeriums Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt

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