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Planungen für größtes ziviles Bauprojekt des Bundes in Rostock können beginnen

21.05.2021 • Aus- und Fortbildungszentrum für die Zollverwaltung
Die Entscheidung Rostock-Lichtenhagen als zweiten Ausbildungsstandort der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung des Fachbereichs Finanzen ist gefallen. Die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern hat den Auftrag erhalten, einen Campus mit Hörsälen, Seminar-, Lehr- und einem Verwaltungsgebäude, Mensa und Wohnheimen zu errichten. Der Bund wird einen voraussichtlich dreistelligen Millionenbetrag in dieses Bauprojekt investieren. Die Planungen können beginnen.
Die Entscheidung für den Standort an der Möllner Straße, gelegen zwischen den Stadtteilen Lichtenhagen und Lütten Klein, traf der Bund: Der Standort sollte u. a. in einer Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern liegen sowie unter den Kriterien der Nachhaltigkeit entwickelt und später bei Bedarf erweitert werden können. Diese Vorgaben treffen auf das ausgewählte Baugrundstück zu, das in unmittelbarer Nähe zum Behördenzentrum Möllner Straße liegt und derzeit (noch) mit einigen Plattenbauten aus den 1970er und 1980er Jahren bebaut ist (siehe Luftbild in der Galerie).
"Rostock und Umgebung bietet Studierenden bereits heute ein attraktives und modernes Studienangebot und -umfeld. Ich freue mich sehr, dass hier nun auch ein modernes Bildungszentrum entstehen wird, das für die Zöllnerinnen und Zöllner optimale Rahmenbedingungen bietet." so Dr. Rolf Bösinger, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, über die Wahl des Standortes an der Ostseeküste und den Zuschlag für dieses bundesweit besondere Projekt.
Anfang Mai 2021 erteilte der Beauftragte für den Bundesbau im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern, Uwe Jannsen, den Auftrag an Carmen-Alina Botezatu, der Leiterin des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes Rostock, die Planungen zunächst mit einem baufachlichen Gutachten (K1-Gutachten gem. RBBau) über das Baugrundstück zu beginnen.

Vorbereitung des Areals

Mit Vorlage des Gutachtens werden belastbare Informationen erwartet, wie das ca. 25.000 m² umfassende Areal für die beabsichtigte Nutzung als zweiter Ausbildungsstandort der Hochschule vorbereitet werden muss und welche Parameter aus Sicht des Städtebaus, der Barrierefreiheit, der Stellplatzsatzung der Hansestadt, möglicherweise vorhandener Kampfmittel und/oder Schadstoffen, der Baugrundverhältnisse, der Tragfähigkeit des Bodens, des Artenschutzes, der vorhandenen Elektro-, Fernmelde/IT-, Wasser-, Abwasser- und Fernwärmeleitungen vorliegen bzw. eingehalten werden müssen.

Wie geht es weiter?

Für die Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel, die für die Realisierung des Bauprojekts erforderlich sind, erfolgt noch Ende Mai 2021 die Beauftragung einer sog. Entscheidungsunterlage-Bau. Bis Mitte August 2021 ist diese fertigzustellen und dem Bundesministerium für Finanzen zur Genehmigung der Baukosten zu übergeben.
Zur Gewährleistung einer ansprechenden gestalterischen Qualität ist derzeit beabsichtigt, einen planerischen Ideenwettbewerb durchzuführen. Dabei sollen die Grundzüge der städtebaulichen Lösungsmöglichkeiten in Abstimmung mit der Hansestadt Rostock geklärt werden.
Der ambitionierte Zeitplan sieht den Baubeginn mit den ersten vorbereitenden Maßnahmen bereits im kommenden Jahr vor, den Beginn der Nutzung des Ausbildungsstandortes dann ab Mitte 2025.
Die zu erwartende Investition des Bundes wird das größte zivile Bauprojekt des Bundes für das SBL Rostock. Mit dem anspruchsvollen Neubau der Zentralen Medizinischen Funktionen für die Universitätsmedizin Rostock (185,3 Millionen Euro) als derzeit größtem Bauprojekt des Landes Mecklenburg-Vorpommern und dem speziellen Neubau eines Multifunktionsgebäudes für die Deutsche Marine in der Hanse-Kaserne (66,3 Millionen Euro) als größtem militärischen Bauprojekt des Bundes, setzt das SBL Rostock in seinem Zuständigkeitsbereich einen bedeutenden Anteil der Bauvolumina aus dem jeweiligen Haushalt des Landes sowie des Bundes um.

Hier wird die Niederlassung der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung des Fachbereichs Finanzen entstehen:

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