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Halten, Vermieten oder Verkaufen?

14.06.2017 • Verwertung von Liegenschaften
Der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) ist u. a. für die Unterbringung von Dienststellen des Landes zuständig. Genutzt wird dafür das Sondervermögen des Landes, also die landeseigenen Grundstücke und Liegenschaften. Werden aus diesem Portfolio einzelne Grundstücke nicht mehr benötigt, so werden diese veräußert.
Blick auf die repräsentative Stadtvilla von der Kreuzung Schillerstraße  Schliierplatz und Baleckestraße. © 2017 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern Bild größer
bbl-mv - Immobilienangebot 20120 - Rostock, Schillerplatz 8 Blick auf die repräsentative Stadtvilla von der Kreuzung Schillerstraße, Schillerplatz und Baleckestraße. © 2017 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern
Der Entscheidung zur Veräußerung gehen umfangreiche Überlegungen voraus, ob die Liegenschaft für die Unterbringung einer Landesdienststelle genutzt werden kann. Da beim BBL M-V die Bedarfe seiner Nutzer bekannt sind, können daher die Möglichkeiten optimal geprüft und Unterbringungsvarianten erarbeitet werden.
Umbau, Neubau, Sanierung oder Anmietung? - es stellt sich die immer wiederkehrende Frage, wo unsere Nutzer untergebracht werden können. Sollten einzelne landeseigene Liegenschaften für eine Unterbringung nicht mehr benötigt werden, so werden diese zum Verkauf vorbereitet. Da mit einem Verkauf die Bewirtschaftungskosten entfallen, kommt der BBL M-V seinem Auftrag nach, die Belastungen für den Landeshaushalt so gering wie möglich zu halten. Des Weiteren fließt der Verkaufserlös in den Landeshaushalt zurück.

Die aktuellen Immobilienangebote des BBL M-V finden Sie hier.
Ein aktuelles Beispiel für eine Liegenschaft, die nicht mehr für die Unterbringung von Landesdienststellen benötigt wird, ist die repräsentative Stadtvilla am Schillerplatz 8 in der Steintor-Vorstadt in der Hansestadt Rostock. Das im Jahr 1913 errichtete Gebäude in exponierter Lage ist bis 2013 für die Verwaltung der Universität Rostock genutzt worden. Ab dann bestand ein Bedarf an den mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche nicht mehr. Die Prüfung durch das Portfoliomanagement des BBL M-V ergab ebenfalls, das ein Bedarf zur Unterbringung einer Dienststelle des Landes am Standort Rostock hier nicht wirtschaftlich sein würde. Damit konnten die Vorbereitungen zur Veräußerung der Liegenschaft beginnen, die nunmehr in ein offenes Verkaufsverfahren mündete. Seit dem 13. Juni 2017 wird das Objekt vom BBL M-V zum Kauf angeboten, das entsprechende Immobilienangebot finden Sie hier. Die Ausschreibungsfrist endet am 20. September 2017.

Repräsentative Stadtvilla und Denkmalschutz

Das 1913 errichtete Gebäude Schillerplatz 8 in Rostock ist ein hervorragend überliefertes  Beispiel für die repräsentative Wohnhausarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Das Äußere des Gebäudes erlangt seinen gestalterischen Wert vor allem aus seinen Vor- und  Rücksprüngen, den Risaliten, Ecktürmen, Erkern und Balkonen sowie aus dem Gegensatz der glatten Fassadenflächen einerseits und der  Fenster mit ihrer feinteiligen Gliederung der Fenstersprossen in den Oberlichtern andererseits. Die Innenräume werden von den umfangreichen Stuckdecken geprägt, die jeweils  verschiedene Motive aufweisen und unter Umständen mit einem intensiven Farbwert der  Wände kombiniert waren.
Bemerkenswert ist der Erhalt nicht nur der Raumausstattung in  Form der Stuckdecken, Dielen- und Fliesenböden, Fliesenbelägen an den Wänden der  Wirtschaftsräume, Zimmer- und Etagentüren, Treppen und bauzeitlichen Heizkörper,  sondern auch die Bewahrung der ursprünglichen Grundrisse, die nicht durch nachträgliche  Wandstellungen verunklärt wurden. Dementsprechend sind bei einer denkmalgerechten  Sanierung umfassende denkmalpflegerische Aspekte zu beachten, die einzig in Form einer  denkmalpflegerischen Zielstellung erläutert werden können.

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