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Grundinstandsetzung Haus 1

13.09.2009 • Hochschule Neubrandenburg
Seit August 2008 liefen die Arbeiten zur Grundinstandsetzung im 1. Realisierungsabschnitt, der 2010 fertig gestellt wurde. Das Bauvolumen betrug 3,3 Millionen Euro.
Der Grundstein für Haus 1 wurde 1986 gelegt, 1988 wurde es als Lehrerausbildungsstätte übergeben. Es gliedert sich in vier Teile. Die nach dem damaligen TGL-Standard erbauten Lehrgebäude 1-3 sind eine angepasste Variante des flächendeckend angewandten Plattenbaus mit architektonischen Nuancen, die sonst bei Plattenbauten nicht üblich waren. Das Lehrgebäude 4 wurde in einer Pfosten-Riegel-Konstruktion errichtet. Die Bauten sind miteinander verbunden und gruppieren sich um einen geschlossenen Innenhof. Nach einer Nutzungszeit von nahezu zwanzig Jahren zeigte das Haus 1 Verschleißerscheinungen, die eine Grundinstandsetzung rechtfertigen.
Dafür wurden bzw. werden folgende Arbeiten ausgeführt: Der graue DDR-Zeitgeist der Fassade weicht einer moderneren Farbgestaltung über dem neuen Wärmedämmverbundsystem, alle Außenfassaden erfahren eine teilweise Verklinkerung. Im Bauunterhalt wurden in den Jahren zuvor bereits einige Fenster entsprechend dem ursprünglichen Erscheinungsbild gewechselt, diese bleiben trotz gestalterischer Abweichungen aus Vernunft- und Kostengründen erhalten und wurden bei der Fassadengliederung mit einbezogen. Die übrigen Fenster wurden im Februar und März 2009 in guter und schneller Arbeit der Firma Holze GmbH aus Neubrandenburg ersetzt. In der vorlesungsfreien Zeit wurde der Umbau der Heizungsanlage in Angriff genommen und die Umsetzung des Baulichen Brandschutzes bildet im Inneren ein dauerhaftes Thema.
Im 2. Realisierungsabschnitt wurden im Lehrgebäude 4 (Hörsaalgebäude) die Bibliothek und die Hörsäle hergerichtet. Das Datennetz sowie die Lüftungs- und Sanitäranlagen wurden erneuert. Der Eingangsbereich mit Foyer und Cafeteria wurde neu gestaltet. Die Veränderung der Treppenführung im Foyer vor der Keramikwand führte zu einem Umbau, der dem Kunstwerk der Künstler Frau Löffler und der Herren Behrendt, Homberg und Maroske mehr Raumwirkung gibt. Im zentralen Kern wurde die Infostelle eingerichtet. Des Weiteren erfolgten Arbeiten zur Sicherung des Technischen Brandschutzes. Die Kosten betrugen 4 Mio. € und die Bauzeit drei Jahre.
Im 3. Realisierungsabschnitt wurden an den Lehrgebäuden 1 bis 3 Maßnahmen zur Erneuerung des Datennetzes, einschließlich Zentralserver, der Aufzüge, der Elektroinstallation, der Lüftung und der Sanitäranlagen umgesetzt. Der Innenhof ist wieder zu einer gefahrlos nutzbaren Ruhezone geworden.
Der Lehrbetrieb wird während der Bauarbeiten weitergeführt. Um die Beeinträchtigungen für Studenten, Lehrkräfte und Beschäftigte der Hochschule so gering wie möglich zu halten, werden die Realisierungsabschnitte 2 und 3 möglicherweise zeitgleich begonnen bzw. getauscht - die Entscheidung dazu ist noch offen.

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