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Fassade in der Schloßstraße saniert

18.03.2013 • Energetische Sanierung
Zum Jahresende 2012 konnte die Sanierung der Fassade des Dienstgebäudes des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung fertig gestellt werden. Rund 930.000 Euro hat das Land in die Sanierung der landeseigenen Liegenschaft in der Schloßstraße investiert. Für die Planung und Betreuung dieses Bauvorhabens, das in nur neun Monaten umgesetzt wurde, ist der Geschäftsbereich Schwerin des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern zuständig.
Das neoklassizistische Regierungsgebäude wurde in den Jahren 1890 bis 1892 nach den Plänen des Geheimen Oberbaurates Georg Daniel für die Unterbringung der Ministerien des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin errichtet. Baukörpergestaltung und baukünstlerische Dekoration des Gebäudes haben sich dabei stark am sogenannten "Kollegiengebäude" (heutiges Gebäude der Staatskanzlei) orientiert. Das Gebäude ist in wesentlichen Teilen seines ursprünglichen Baubestandes einschließlich der Fassadengestaltung erhalten. Aus der Zeit der Erbauung stammen u. a. auch die historischen Holzkastenfenster und die Haupteingangstür.
Nachdem das Gebäude bereits in den Jahren 1995 bis 1996 grundsaniert und ein Großteil der Fenster restauriert und instand gesetzt bzw. einige Fenster gegen neue ersetzt wurden, stand nach fast zwanzigjähriger Nutzung eine Fassadensanierung an.
Da das Regierungsgebäude eines dringenden Neuanstrichs bedurfte und die Fenster nicht den heutigen Anforderungen an die Energieeinsparverordnung entsprachen, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege ein Sanierungskonzept erarbeitet, das u. a. vorsah, dass äußere Erscheinungsbild der historischen Fenster zu erhalten und nach technischer Möglichkeit die Außenflügel der historischen Holzfenster vollständig zu sanieren. Der Innenflügel der Kastenfenster sollten dabei ausgebaut und durch ein den heutigen Ansprüchen an Wärmeschutz gerecht werdenden Flügel ersetzt werden.
Zunächst wurden die Fenster saniert, danach die Fassaden mit einem schonenden Heißwasserverfahren gereinigt und an einzelnen Stellen geringe Putzschäden ausgebessert. Nach einem restauratorischen Befund in der Farbfassung von 1892 erhielten die Fenster dann einen rotbraunen und die Fassade einen hellen graugelben Farbanstrich - das Sockelgeschoss wurde dabei farblich abgesetzt.
Mit der Fassadensanierung wurden rund 4.200 m² Farbe aufgetragen, 285 Fenster restauriert und 174 neue Fenster eingebaut - davon 60 mit einer einbruchhemmenden und 20 mit einer Sicherheitsverglasung.

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