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Ein weiterer Realisierungsabschnitt ist fertiggestellt

24.04.2017 • Justizvollzugsanstalt Bützow - Grundinstandsetzung Haus A und Stern
Das Hafthaus A, das Sterngebäude und der Freistundenhof sind unter der Regie des Geschäftsbereichs Neubrandenburg des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) grundsaniert und am 30. März 2017 an die Justizvollzugsanstalt Bützow übergeben worden.
Am vergangenen Freitag, den 21. April 2017, fand im Beisein der Justizministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Katy Hoffmeister, die feierliche Übergabe statt. Nach etwas mehr als zweieinhalb Jahren Bauzeit konnte der zweite Realisierungsabschnitt fertigstellt werden, für den das Land Mecklenburg-Vorpommern 9,6 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt zur Verfügung stellte.
Insgesamt wurden im Haus A 75 Haftplätze geschaffen, davon 9 Einzelhafträume, 27 Doppelhafträume, 6 Doppelhafträume mit separaten Haftbereichen. Jedem Haftbereich ist ein Beobachtungshaftraum zugeordnet. Zu dem Sonderhaftbereich gehören zwei Arrestzellen und ein besonders gesicherter Haftraum.
Für die Erschließung der Haftzellen und der neu angeordneten Sanitärzellen wurde das Konzept der Installationsschächte umgesetzt, welches auch in neu gebauten Hafthäusern genutzt wird.
Die Medienführung für die Ver- und Entsorgung der Haftbereiche erfolgt im Keller über einen unter der Sohle errichteten zentralen Medienkanal. Im Bereich der Sohle und des Medienkanals mussten ca. 300 Findlinge mit Umfängen von 90 bis 180 cm geborgen und aus dem Haus geschafft werden. Im Bereich der Außenanlagen und Zuwegungen wurden große Fundamente alter Heiztrassen gefunden. Ebenso eine unbekannte Klärgrube und ein historischer, gemauerter Brunnen im jetzigen Freistundenhof. Zusätzlich wurde eine Mauerkronensicherung an der Außenmauer installiert. Die Galerien in den Fluren wurden ertüchtigt und in Teilbereichen als Stahlbetondecken ausgeführt. Ein neues Treppenhaus über alle Etagen wurde hergestellt.
Die Ausführungen der einzelnen Maßnahmen erstreckten sich über zwei Winterperioden und stellten hohe Anforderungen an die Planung und Abstimmung der technologischen Abfolge der einzelnen Gewerke bis hin zur Haustechnik mit Ihrer Trassenführung.
Im Bereich der Baustellenlogistik waren die Wege der Gefangenen zu koordinieren, die sich mit dem Lieferverkehr und dem Weg der Bautätigen kreuzten. Das gelang durch enge Abstimmung mit der JVA und den beauftragten Baufirmen. Ein reibungsloser Ablauf wurde durch zusätzliche Abgrenzungen und eine Fußgängerüberführung sichergestellt.

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