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Ein neues Gesicht für den Campus – das Ulmicum

Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche, die Philosophische und die Juristische Fakultät - kurzum nahezu die gesamten "Buchwissenschaften" - werden künftig vor allem auf dem Campus Ulmenstraße beheimatet sein. In der Kröpeliner-Tor-Vorstadt wächst der Campus weiter, auf dem u. a. die Ausbildung der Lehrkräfte und deren lebenslange Begleitung in der Berufsbildung zusammenwachsen sollen sowie die Aus- und Fortbildung gesichert wird.
Eine Geisteswissenschaftliche Bereichsbibliothek mit Seminarzentrum sowie ein Verwaltungsgebäude für das Staatliche Schulamt Rostock und das Institut für Qualitätsmanagement (IQ M-V) werden auf dem Campus untergebracht. Sanierungen von Bestandsgebäuden, z. B. Alte Physik auf dem Innenstadtcampus und Haus 2 auf dem Ulmencampus, Interimsunterbringungen, wie z. B. Altertumswissenschaften und Grundschulpädagogik in der Jacobipassage und die Neubauten auf dem Campus Ulmenstraße – all diese Aktivitäten sind unter dem Projekt Ulmicum zusammengefasst.
Umfangreiche Investitionen des Landes fließen in den kommenden Jahren in das Ulmicum. Haus 3 wird in einem Umfang von 30,1 Millionen Euro denkmalgerecht saniert und mit einem Anbau erweitert. Derzeit wird im Auftrag des SBL Rostock die Ausführungsunterlage erstellt, sodass nach deren Vorlage und Baufreiheit im Gebäude mit den Ausschreibungen, sukzessive mit den Arbeiten begonnen werden kann. Geplant ist dann eine etwa vierjährige Bauzeit.
Haus 2, die ehemalige Exerzierhalle, das Arrestgebäude, das Latrinengebäude werden in den kommenden Jahren denkmalgerecht saniert. Die Infrastruktur, also die über- und unterirdischen Leitungen, Kanäle, die Wege und Zufahrten werden parallel dazu "auf Vordermann gebracht", wie es im militärischen Sprachgebrauch formuliert wird, also saniert und wenn erforderlich erneuert. Immerhin ist die Anlage Ende in den Jahren 1886 bis 1890 am westlichen Stadtrand Rostocks für das Großherzoglich-Mecklenburgische Füsilier-Regiment No. 90 entstanden. Heute wird es universitär genutzt und hat damit in den vergangenen 30 Jahren eine komplette Wandlung zu einem offenen Ort des Forschens, der Lehre, der Begegnungen erlebt.
Diese Entwicklung geht jetzt weiter.
Mit einem Architekturwettbewerb suchte das SBL Rostock im vergangenen Jahr eine Idee, wie mit einem (oder zwei) neuen Baukörpern sowohl dem Denkmalschutz des Ensembles als auch dem bestätigten Raumprogramm der Universität sowie dem Staatlichen Schulamt Rostock und dem IQ M-V Rechnung getragen werden kann und - on top! – der Campus ein neues Gesicht erhält, eine Adressbildung am südöstlichen Zugang zum Campus erfolgen kann. Keine leichte Aufgabe für die 18 Büros, die letztlich ihre Ideen einreichten!
Der Wettbewerb endete mit dem Auftrag an das Berliner Büro BHBVT Architekten, die prämierte Idee in eine Planung unter Berücksichtigung der Kostenobergrenze von 61 Millionen Euro umzusetzen und im kommenden Jahr vorzulegen. Dann wird sich zeigen, ob diese Idee Wirklichkeit werden kann.
Verkehrsgünstig innerhalb der Stadt gelegen, ist der Campus bestmöglich an S-Bahn, Straßenbahn und Bus angebunden – mehr geht nicht. Weitere Fahrradstellplätze sind auf dem Campus vorgesehen, der sich gut und gern vom Südstadt-Campus und Innenstadt-Campus erreichen lässt.
Die Aufenthaltsqualität auf dem Campus wird mit Abschluss des Projekts Ulmicum deutlich verbessert. Eine Folge von Plätzen wird die Studierenden, Lehrkräfte und Mitarbeitenden der Universität sowie des Staatlichen Schulamtes Rostock und des IQ M-V regelrecht auf den Campus ziehen. Für die Universität und die Stadt ist das Quartier dann ein weiteres Highlight – weltoffen und für die Zukunft gut vorbereitetet.
Entwurf für das Ulmicum gesucht und gefunden Top-Modell in Miniatur: Auf dem Campus Ulmenstraße. Entwurf: BHBVT Architekten aus Berlin © 2019 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern
Interesse wird dann auf Begeisterung treffen.

Universität Rostock, Campus Ulmenstraße

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