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Der Perspektivwechsler

Zaher Khatib ist Bachelor of Arts Architektur im Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Schwerin
Karriere in der Bauverwaltung MV; Architektin; Architektur © Holger Martens Bild größer
Wir bauen MV! © Holger Martens
Wenn Du für einen Monat Deinen Alltag mit einer Kollegin oder einem Kollegen tauschen könntest – wer wäre das und warum?
Mit jemandem aus dem technischen Gebäudemanagement. Mich interessiert, wie unsere Bauwerke im Alltag funktionieren – wo Herausforderungen bei Betrieb und Instandhaltung entstehen. Dieser Perspektivwechsel würde meinen Blick als Projektleiter schärfen und helfen, zukünftige Projekte noch effizienter und nachhaltiger umzusetzen.

Wenn Du auf alles immer eine Antwort hättest, würdest Du…?
Trotzdem weiter zuhören. Denn gute Architektur lebt vom Dialog – vom Verständnis der Perspektiven von Nutzer:innen, Fachplaner:innen und Bauherr:innen.

Wie triffst Du Entscheidungen bei schwierigen Fragen?
Zuerst verschaffe ich mir einen Überblick: Fakten, Meinungen, Auswirkungen. Danach treffe ich die Entscheidung strukturiert – aber immer mit einem feinen Gespür. Gerade im Planungsprozess braucht man beides: Analyse und Intuition.

Wenn wir den Klimawandel nicht mehr stoppen können, dann…?
…trägt unsere Branche eine noch größere Verantwortung. Nachhaltiges Bauen, ressourcenschonende Materialien und energieeffiziente Konzepte sind keine Option mehr, sondern Pflicht.

Welchen Tag würdest Du gern noch einmal erleben?
Den Tag, an dem ich mein erstes großes Projekt erfolgreich abgeschlossen habe. Zu sehen, wie Planung, Teamarbeit und Verantwortung in einem fertigen Gebäude zusammenfinden – das war ein echter Gänsehautmoment.

Was ist Dein Leitsatz im Berufsalltag?
„Struktur schafft Freiheit.“ Gute Organisation ermöglicht kreative Lösungen – und lässt uns selbst in komplexen Projekten souverän agieren.
 
Wenn Du eine Sache benennen müsstest, die Du im Leben/bei Deiner Arbeit gelernt hast, welche wäre das?
Geduld und Kommunikation sind der Schlüssel. Gute Projekte entstehen dann, wenn alle dasselbe Ziel verstanden haben – und gemeinsam darauf hinarbeiten.

Wenn Du noch einmal von vorn anfangen könntest – würdest Du … ?
Ich würde denselben Weg gehen. Architektur und Projektmanagement verbinden Kreativität, Verantwortung und Teamarbeit – genau die Mischung, die mich erfüllt.

Wenn Du etwas verändern könntest, würdest Du anfangen mit…?
Ich würde Entscheidungsprozesse transparenter gestalten und digitale Tools gezielter einsetzen. Weniger Reibungsverluste – mehr Fokus auf das Wesentliche.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus – und was macht ihn besonders?
Der Tag startet früh mit Projektabstimmungen, Planungsrunden oder Baustellenterminen. Besonders ist die Vielfalt: Jeder Tag bringt neue Aufgaben – und neue Lösungen.

Was schätzt Du an der Zusammenarbeit im SBL-Team besonders?
Den offenen Austausch und das gegenseitige Vertrauen. Hier zieht man an einem Strang – das ist in komplexen Bauprojekten unbezahlbar.

Gibt es ein Projekt, das Dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ja – die Arbeit an einem denkmalgeschützten Gebäude. Die Verbindung von historischem Bestand und moderner Nutzung war anspruchsvoll, aber unglaublich bereichernd.

Welche neuen Perspektiven eröffnet Dir Deine Arbeit in der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung?
Einblicke in die unterschiedlichsten Bauaufgaben – von Bildungsbauten bis zu sicherheitsrelevanten Bauten. Diese Vielfalt fördert nicht nur meine fachliche, sondern auch persönliche Entwicklung.

Was unterscheidet uns aus Deiner Sicht von anderen Arbeitgebern?
Die langfristige Verantwortung für unsere Gebäude – und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Wir arbeiten nicht für kurzfristige Gewinne, sondern für das Gemeinwohl und die Zukunft.

Warum fühlst Du Dich mit Deiner Aufgabe verbunden?
Weil sie sichtbar wirkt. Unsere Projekte schaffen echten Mehrwert – für Menschen, für die Gesellschaft, für lebenswertere Städte. Was bleibt, ist mehr als ein Gebäude.
 

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