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Beginn der Arbeiten an der Start- und Landebahn - Flugbetrieb ruht für drei Wochen

27.04.2017 • Fliegerhorst Laage-Kronskamp
Der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) hat vom Bundesministerium der Verteidigung den Auftrag erhalten, die Start- und Landebahn (SLB) auf dem Fliegerhorst Laage-Kronskamp auszubessern. Die Arbeiten dienen der Flugsicherheit und haben am 24. April begonnen. Bis zum Ende der Arbeiten am 12. Mai starten und landen weder militärische noch zivile Flugzeuge auf dem größten Flugplatz Mecklenburg-Vorpommerns.
Der Geschäftsbereich Schwerin des BBL M-V ist verantwortlich für die Erneuerung der östlichen und westlichen Köpfe der SLB. Bereits 2012 war die SLB auf einer Länge von 1,8 Kilometern im Mittelteil erneuert worden, damals ruhte der Flugverkehr für zehn Tage. Für rund 2,5 Millionen Euro werden jetzt die Anschlussbereiche zu den beiden für die Starts und Landungen besonders verstärkten Kopfteile sowie die Überrollstrecken an beiden Seiten der SLB erneuert und jeweils zwei Feuerwehrzufahrten und Zufahrten zur SLB neu errichtet. Die für militärische Zwecke genutzten Fangseilbalken werden ebenfalls erneuert. Die Planungsleistungen und Bauaufträge sind nach den Regeln der Auftragsvergabe für die öffentliche Hand ausgeschrieben worden und konnten überwiegend an Firmen aus der Region vergeben werden (u. a. Kavelstorf und Grimmen).
Mit dem Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff" ist die Schließung der SLB eng abgestimmt und seit einem Jahr vorbereitet worden, mit den weiteren Nutzern des Flugplatzes ebenfalls. Die Arbeiten die jetzt ausgeführt werden, gehören zu einer Vielzahl von Arbeiten des sogenannten Bauunterhalts auf dem Flugplatz mit einem Umfang von 16 Millionen Euro.
Da es sich weitestgehend um Erd- bzw. Tiefbauarbeiten handelt, sind die Arbeiten nicht für die Ausführung im Winter geplant worden, sondern jetzt, nach den Osterfeiertagen und vor dem Beginn der Kreuzfahrtsaison 2017, deren Gäste u. a. mit dem Flugzeug zum Schiff reisen. Das Jagdgeschwader nutzt während der Schließzeit den Standort Holzdorf und verlegte seine Kampfjets rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten.
Seit Montag dieser Woche läuft die Baustelle im 24-Stundenbetrieb, um alle zwingend notwendigen Arbeiten in dem sehr engen Zeitfenster von weniger als drei Wochen ausführen zu können.
Im ersten Schritt werden etwa 40.000 m² Oberfläche der Übergangsbereiche und der Überrollbereich abgefräst und etwa 4.000 m³ Fräsgut fachgerecht entsorgt. Parallel dazu werden 5.000 m² Zufahrten zur SLB und 3.000 m² Feuerwehrstellplätze "ausgekoffert", also die Erdarbeiten ausgeführt, auf denen diese Flächen entstehen werden.
Im nächsten Schritt werden 4.800 m³ Asphaltbindeschicht und Asphaltbetondeckschicht aufgebracht. Sollten während dieser Arbeiten allzu starke Regenfälle ausbleiben, kann der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden.
Der BBL M-V ist u. a. verantwortlich für alle Bauprojekte, die der Bund in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt haben möchte und dementsprechend beauftragt. Das sind eine Menge - jährlich in einem Umfang von 50 bis 60 Millionen Euro.

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