Zum Content springen

Arbeiten im Haus der Justiz in Rostock gehen weiter

22.02.2015 • Von der Baustelle an der August-Bebel-Straße
Die Grundsanierung des ehemaligen Stasi-Gebäudekomplexes im Herzen der Hansestadt Rostock für das Land-, Sozial- und Arbeitsgericht läuft auf Hochtouren. An den ersten Bauabschnitt auf bzw. für 3.900 m² Hauptnutzfläche, der von Mai 2010 bis Juni 2013 lief und ca. 11,3 Mio. € umfasste, schloss sich im Herbst 2013 der laufende zweite Bauabschnitt mit einem Volumen von knapp 4 Mio. € an.
Knapp 2.500 m² Hauptnutzfläche werden derzeit im mittleren Teil des Gebäudekomplexes saniert: das Mauerwerk wird abgedichtet, der Keller trockengelegt, Fenster und Türen erneuert, Heizungen, Beleuchtung und sanitäre Anlage neu installiert. Die Fassade ist bereits aufgearbeitet worden, Backsteine und deren Verfugung wurden gesäubert und wo es nötig war erneuert, die Fassade im Sockelbereich ist mit Sandstrahltechnik gereinigt worden. So wirken die hellgrauen Platten wie neu.
Nicht nur Akten sondern jede Menge Informationen sollen später digital durch das Haus der Justiz transportiert werden. Dafür wurden bzw. werden 16.500 laufende Meter Datenkabel verlegt und weitere umfangreiche Elektrotechnik installiert. Rohbau, Trockenbau und Malerarbeiten schließen sich an, sobald die Kabel, Verteiler und Dosen in den Wänden und Schächten verschwunden sind.
Bis zum Oktober 2015 werden hauptsächlich Büroräume und Aktenlager so hergerichtet, wie es die Dienststellen der Justiz benötigen. Für die Dauer des laufenden Bauprojekts sind die Dienststellen interimsmäßig untergebracht: Teilweise im ersten Bauabschnitt und teilweise in den für die Dauer des Bauprojekts angemieteten Räumlichkeiten in der "Alten Post" am Neuen Markt in Rostock.
Ein dritter Bauabschnitt wird ab dem kommenden Jahr umgesetzt. Der westliche Gebäudeflügel zwischen dem 2. Bauabschnitt und dem Dokumentationszentrum wird dann für weitere 2,8 Mio. € saniert.
Um beim Sanieren die Belange des Denkmalschutzes beachten zu können, finden enge Abstimmungen mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege statt. Barrierefreiheit, baulicher Brandschutz und Artenschutz sind ebenfalls bereits in der Planung und beim Bauen zu beachten. Verantwortlich für das Bauprojekt und die erforderlichen Abstimmungen, Ausschreibungen und Einhaltung der den Bau betreffenden Regelungen ist der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL M-V) Geschäftsbereich Schwerin, der das Land Mecklenburg-Vorpommern als Bauherrn vertritt.

Haus der Justiz in Rostock

Weitere Artikel in dieser Rubrik